Über uns
Wer sind wir?
Wir sind eine evangelische Freikirche, die schon mehr als 150 Jahre auf dem Deutschhof zu Gottesdiensten und Gemeindeveranstaltungen zusammenkommt.
Wir glauben an Jesus Christus, den auferstan-denen Sohn Gottes, der für unsere Sünden am Kreuz gestorben ist und uns das ewige Leben schenkt.
Wir fühlen uns eingebunden in eine örtliche und weltweite Gemeinschaft von Christen. So halten wir den Kontakt auch zu den anderen Gemeinden in Bad Bergzabern und Umgebung und führen mit ihnen gemeinsame Aktionen durch.
Die Leitung der Gemeinde, die Predigten, sowie die verschiedensten Aufgaben werden von Laien ehrenamtlich durchgeführt.
Was ist uns wichtig?
- gemeinsam erleben, was Gott im Alltag tut
- auf Gottes Liebe persönlich antworten
- sich Jesus Christus anvertrauen
- hören auf Gott und aufeinander
- geleitet vom Heiligen Geist
- nach den Worten + Werten der Bibel leben
- Hilfe und Orientierung erfahren
- Beten
- danken, loben
- Gottes heilsamer Nähe begegnen
- füreinander da sein
- das Gemeindeleben gemeinsam gestalten
- Menschen in Not helfen
- eintreten für Gerechtigkeit, Gewaltfreiheit und Versöhnung
- Verantwortung für die Schöpfung
- unsere Gaben und Möglichkeiten einsetzen
- offen sein und Andere einladen.
Entstehung der Mennoniten
Die Mennoniten stammen aus der Täuferbewegung der Reformationszeit und sind die älteste evangelische Freikirche. Diese entstand 1523 – 1525 in Zürich. Die ersten Täufer, wie sich die Anhänger dieser Bewegung damals nannten, waren Schüler des Schweizer Reformators Zwingli. Sie forderten eine Gemeinde, die unabhängig vom Staat in der Nachfolge Christi stehen sollte. Diese Gemeinde sollte sich nur aus überzeugten Christen zusammensetzen, also nicht ohne weite-res die ganze Gesellschaft umfassen. Deshalb lehnten die Schüler von Zwingli die Kindertaufe ab und verlangten eine Glaubenstaufe. Als ihnen das Gespräch darüber verboten wurde und sie im Januar 1525 mit den ersten Wiedertaufen began-nen, wurden sie aus-gewiesen, gefangen genommen oder erlitten gar den Märtyrertod.
Menno Simons (1496 – 1561), ein katholischer Priester schloss sich den friedlichen Täufern an und wurde ein wichtiger Leiter im niederländisch-niederdeutschen Raum. Ihm ist es zu verdanken, dass sich die Täuferbewegung hier wieder im Sinne der Anfänge erneuerte. Von daher ist es zu verstehen, dass man seine Anhänger „Mennoniten“ nannte.
Mennonitengemeinde Deutschhof
Der Deutschhof findet seine erste Erwähnung, damals noch unter anderem Namen, im Jahre 1352. Nachdem er in 1757 von den Deutschherren neu angelegt und in 1789 von der französischen Nation beschlagnahmt wurde, ersteigerten 1794 zwei mennonitische Bauern das Anwesen. Seit dieser Zeit ist der Deutschhof im Besitz mennonitischer Familien. Im Jahr 1841 wurde eine eigene Kapelle und eigenen Friedhof erbaut. Der östlich gelegene Kaplaneihof war ursprünglich im Eigentum der Herzöge von Zweibrücken und diente der Versorgung der Pfarrei St. Georg in Bergzabern. 1787 erwarb ebenfalls ein Mennonit aus dem Elsass die Hofstelle und erweiterte sie.
Der Glaube der Mennoniten
Im Sinne der Reformation basiert die Lehre auf der Rechtfertigung des Menschen allein aus Gnade. Da bildet die Erkenntnis der zentralen Bedeutung von Jesus Christus die entscheidende Rolle. Er ist als Mensch in die Welt gekommen, hat gelehrt und ist für jeden einzelnen Menschen am Kreuz gestorben, aber am Ostertag wieder auferstanden und in den Himmel aufgefahren. Bei den Mennoniten wird betont, dass christlicher Glaube Nachfolge Jesu im gesamten Leben bedeutet. Die Bereitschaft zur Nachfolge wird durch die Glaubenstaufe bezeugt. Von daher wird eine Säuglingstaufe nicht durchgeführt. Ein ganz besonderer Aspekt im Gemeindeverständnis ist die Verbreitung des Friedens auf gewaltlose Art und Weise. So wird z.B. in der Regel der Dienst mit der Waffe abgelehnt. Die Gemeinden sind eigenständig, unabhängig von übergeordneten Gremien und dem Staat.
Mennoniten heute
Innerhalb ihrer inzwischen fast 500 jährigen Geschichte haben sich die Mennoniten weltweit ausgebreitet. Den ca. 50.000 Mennoniten im Entstehungsgebiet Europa stehen heute jeweils ca. 450.000 in Nord Amerika und Afrika sowie 210.000 in Asien (Indonesien und Indien) und 130.000 in Mittel- und Südamerika gegenüber, die sich alle 4-5 Jahre zu einer weltumspannenden Konferenz treffen.
